Alemania Aachen dank frühem “Dosenöffner“ eine Runde weiter

Am gestrigen Donnerstag trafen in der Westkampfbahn der SC Borussia Lindenthal-Hohenlind (Bezirks-Liga) und der Regional-Ligist aus der Kaiserstadt, die Alemania Aachen aufeinander. Auf dem Papier eine klare Sache. Der Underdog traf zwar zweimal in das Herz des Gastes, aber am Ende stand ein 2:6 drauf. Gezählte 777 Zuschauer, darunter gut 500 Fans aus Aachen sahen gestern Abend in der Westkampfbahn im Schatten des Rhein-Energie Stadions eine doch Einheitliche Partie in der ersten Runde des Bitburger Pokals.

Alemania Aachen dank frühem “Dosenöffner“ eine Runde weiter

Vor dem Anpfiff gab es noch eine kleine Choreographie der Hauseigenen Cheerleader, den United CheerStars.

Aachen klar überlegen, die Kölner mehr mit Abwehrarbeiten unterwegs. Und einer hatte einen besonders schlechten Tag erwischt, Torhüter Christopher Jüttermeier auf Seiten des Bezirks-Ligisten. Gleich am ersten Treffer der Gäste war er maßgeblich beteiligt. Aachens Tobias Lippold setzte seinen Freistoß so platziert, dass er zu spät abtauchte. Das frühe 0:1 bereits nach vier Minuten.

In der 17. Minute der nächste Treffer, Daniel Detlef Hammel zog ein gutes Zuspiel aus gut 12 Metern zum 0:2 ab. Aachen hätte noch höher führen können, doch verpassten zunächst wieder Hammel, danach Ryo Suzuki. Tobias Lippold legte in der 34.Minute auf Hammel ab und der machte es jetzt besser, schlenzt den Ball über den Herauskommenden Kölner Schlussmann zum 0:3 in die Maschen. Und kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte Lippold das Aluminium getroffen, Suzuki staubte ab, jedoch aus Abseits-Position. So blieb es zur Pause beim Leistungsgerechten 0:3.

Nach dem Seitenwechsel fast das gleiche Bild, jedoch der Gastgeber jetzt mutiger. Doch erneut war es Hammel, der die gute Anfangsphase der Kölner zerstörte, denn in der 49.Minute setzte er einen Nadelstich, schob den Ball aber rechts am Tor vorbei. Kurze Zeit später doch das 0:4, Ryo Suzuki trifft in Minute 51.

Doch die Mannschaft von Trainer Johannes Nacken, er wurde für das Pokalspiel zum Trainer ernannt, in der Meisterschaft ist er Co-Trainer, steckte nicht auf, spielte vor der guten und ungewohnten Kulisse Frech weiter. Auch als in der 55.Minute das 0:5 durch nochmals Lippold per Freistoß, gefallen war.

Und der Kampf wurde belohnt. In der 62.Minute war es soweit, als Christopher Adamczyk vom Eingewechselten Gero Pleto bedient worden war und dieser den Aachener Torhüter Mark Jakob Depta zum 1:5 überwinden konnte. Großer Jubel und jetzt hörte man auch Anfeuerung aus dem Lindenthaler Block. Doch in der 72.Minute stellte der Gast den alten Abstand wieder her, denn Joy Slayd Mickels traf mit einem Flachschuss in die lange Ecke. Doch die Aachener mussten in der Nachspielzeit noch einen Treffer zulassen. Als der Eingewechselte Jeff Reichling alleine vor Aachens Depta auftauchte, hatte der das Nachsehen und musste den zweiten Treffer hinnehmen. Das Spiel wurde gar nicht erst wieder Angepfiffen, denn das gute Schiedsrichter-Trio um Martin Tietze, den Assistenten Wolfram Uerlich und Francisco Lahora Chulian beendete das Spiel nach 90+2 Minuten und nur zwei gelben Karten.

Die beiden Kölner Trainer waren trotz der Niederlage hoch zufrieden und lobten das Team, aber auch das Umfeld. So hatte eigens die zweite Mannschaft für einen Ordnungsdienst gesorgt.

“Wir schütteln uns jetzt und schauen auf den Sonntag, da geht es im Liga Betrieb hier zu Hause gegen die TuS Oberpleis“, so beide Trainer.

Aachens Coach Furat Kilic ärgerte sich über die zwei Gegentreffer. “Das darf am Sonntag gegen RW Essen nicht passieren. Das frühe 0:1 war wichtig. Aber wir haben in der Vergangenheit gesehen, das auch Landes-Ligisten gewinnen können“.

Der Unglücksrabe vom Tag, Torhüter der Gastgeber Jüttenmeier sagte: “Ich bin trotz der Fehler stolz auf meine Mannschaft was wir erreicht haben. Wir haben mit nur vier Toren Unterschied verloren, das ist doch gut, weil einige haben mit einer höheren Niederlage gerechnet“.

Autor: Heinz-Peter Jülich

Fotos: Heinz-Peter Jülich

Nach oben scrollen