FC Rheinsüd Köln - Sieben Mädchenteams am Ball - Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg überraschte den FC Rheinsüd Köln

Rheinsüd Köln meets Bundestrainerin - Im Rahmen der Adidas Football Collective-Initiative möchte FUSSBALL.DE Amateurvereine auszeichnen, die sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt stark machen. So wie der FC Rheinsüd Köln. Mit dabei per Videokonferenz war Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

FC Rheinsüd Köln - Sieben Mädchenteams am Ball - Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg überraschte den FC Rheinsüd Köln

Sie sind das Fundament des Fußballs. Der Ort, wo alles beginnt. Unsere Amateurvereine machen kleine Fußballer*innen groß und unsere Gesellschaft zu einer lebendigen Gemeinschaft.

In der Region Mittelrhein hat der Mädchen- und Frauenfußball einen ganz besonderen Stellenwert. Nicht nur der Fußball-Verband Mittelrhein sticht immer wieder durch Aktionen hervor, diesen zu stärken, sondern auch seine Vereine. Bestes Beispiel: der FC Rheinsüd Köln. Der Grundstein seiner guten Jugendarbeit im Mädchenbereich wurde dabei schon vor rund acht Jahren gelegt.

Markus Mohn, Mitinitiator, Abteilungsleiter und Trainer der U 17-Juniorinnen erinnert sich: "Ich kam damals zum Verein, weil mein Sohn dort spielte und ein Trainer gesucht wurde. Recht schnell wollte auch meine Tochter spielen, allerdings gab es noch kein Mädchenteam. Also haben wir ein paar Freundinnen von ihr zusammengetrommelt und ein E-Jugend Team gegründet. Die Mannschaft übernahm zunächst eine Spielerin aus der damaligen Damenmannschaft und ich kam ein bisschen später dazu, als ich mein Jungsteam abgegeben habe."

Ziemlich bald zeichnete sich jedoch ab, dass es nicht bei dieser einen Mannschaft bleiben wird. Sukzessive vergrößerte sich die Abteilung, mit großer Unterstützung vom Verein. Markus Mohn erzählt: "Am Anfang ließ der Verein es noch etwas laufen. Doch als klar wurde, dass etwas Größeres entstehen kann, wurde ein Konzept erarbeitet, wie der Mädchenfußball sich in den nächsten Jahren entwickeln soll. Dabei haben wir auch davon profitiert, dass wir im Jungsbereich bereits sehr gut aufgestellt waren und uns dort auch ein bisschen was abschauen konnten."

"Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Verein im Mädchenbereich so viele Teams stellt"

Mittlerweile gehen sieben Mädchenmannschaften für die Kölner an den Start – mit einem kleinen Makel: "In diesem Jahr konnten wir leider keine Damenmannschaft stellen." Das solle sich jedoch in der nächsten Saison ändern. Der Plan sei, dass die U 17 relativ geschlossen hochgezogen wird und dann als Damenmannschaft antritt: "Dann haben wir auch eins unserer Teilziele erreicht und können von den Damen bis runter zur E-Jugend in allen Altersklassen Teams bei den Mädchen stellen."

Dass der Verein in der Abteilung in den vergangenen Jahren in dieser Größenordnung gewachsen ist, war kein Selbstläufer. Stattdessen investierten damals wie heute Trainer,*innen, Spieler*innen und Verantwortliche viel Zeit in die Gewinnung neuer Mitglieder: "Wir machen seit jeher viel Werbung für unseren Verein. Zum Beispiel durch Plakate und Flyer in Schulen. Zudem sprechen wir gezielt Geschwisterkinder an und leisten ein wenig Überzeugungsarbeit, die Mädchen bei uns anzumelden. Mittlerweile haben wir uns zum Glück auch ein Standing erarbeitet, so dass die Spielerinnen sogar längere Anfahrtswege in Kauf nehmen, um zu uns zu kommen. Dass wir zudem gute Arbeit leisten, zeigt sich auch darin, dass von der Gründungsmannschaft von vor acht Jahren der Kern immer noch bei uns ist."

SPRUNG IN REGIONALLIGA ALS ZIEL

Den unermüdlichen Einsatz des FC Rheinsüds beeindruckte sogar die Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: "Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Verein im Mädchenbereich so viele Teams stellt. Gerade in der Region Köln, in der es viel Konkurrenz gibt, ist das auch ein Zeichen von Qualität, dass sich viele Spielerinnen für Rheinsüd entscheiden. Wer weiß, vielleicht werden wir in Zukunft sogar die ein oder andere Nationalspielerin bei uns begrüßen dürfen, die dort ausgebildet wurde." Auch ein Treffen in Köln ist bereits fest im Terminkalender der Nationaltrainerin vermerkt, sobald die Situation es wieder zulässt.

Obwohl der Verein stolz auf das Erreichte zurückblicken kann, soll noch lange nicht Schluss sein. Markus Mohn dazu: "Wir haben noch einige ambitionierte Ziele. Zunächst wollen wir die Damenmannschaft etablieren und am liebsten in jeder Saison Teams in allen Altersklassen stellen. Damit wir auch langfristig ein stabiles Fundament haben. Außerdem wäre es toll, wenn die U 17 den Sprung in die Regionalliga schafft. Das Potenzial dazu haben sie ohne Frage. Und auch mit der Damenmannschaft soll es irgendwann gerne etwas höherklassiger werden."

//tv.fussball.de/player/view/28906  (Link bitte Kopieren und Einfügen) 

[Foto: FC Rheinsüd Köln]

(Quelle: Fussball.de)

 

 

Nach oben scrollen