Trauer um Hans Schäfer

Hans Schäfer, Weltmeister von 1954 und langjähriger Spieler des 1. FC Köln, ist am 7. November verstorben. Der Fußball-Verband Mittelrhein trauert um eine große und großartige Persönlichkeit des deutschen Fußballs und der Region.

Trauer um Hans Schäfer

Hans Schäfer hat sich selbst einen Platz in der Sportgeschichte beschert: Mit seiner Flanke auf Helmut Rahn zum entscheidenden 3:2 gegen Ungarn 1954 im Wankdorf-Stadion bereitete er den Weg zum „Wunder von Bern“ und dem Titelgewinn, mit dem sich das Team um Trainerlegende Sepp Herberger selbst ein Denkmal setzte.

Mit weiteren WM-Teilnahmen 1958 in Schweden sowie 1962 in Chile war Schäfer einer der erfolgreichsten deutschen Nationalspieler. Und auf Vereinsebene war er die wohl größte Spieler-Legende des 1. FC Köln. „De Knoll“, wie er in Köln genannt wurde, war Teil der Mannschaft, die 1949 in die Oberliga West – damals die höchste deutsche Spielklasse – aufstieg, führte den 1. FC Köln in 506 Pflichtspielen zu zwei Deutschen Meisterschaften und wurde 1963 überdies Deutschlands „Fußballer des Jahres“.

In den 17 Jahren, in denen Hans Schäfer den Geißbock als Spieler auf der Brust trug, erzielte er in 711 Spielen 501 Tore. Mit 306 Pflichtspiel-Toren wird er als FC-Rekordhalter wohl kaum abzulösen sein. Und obwohl der Jubilar eine echte Größe im Fußball war, verlor er nie die Bodenhaftung.

Fest verwurzelt in Köln, verfolgte er die Spiele seines FC am liebsten live im Stadion, ohne dabei die Öffentlichkeit zu suchen. Er machte sein Glück nie vom Fußball und seinem sportlichen Erfolg abhängig, sein Privatleben hatte für ihn immer höchste Priorität.

Der Fußball-Verband Mittelrhein wie der Fußballkreis Rhein-Erft trauern um einen großartigen Fußballspieler und Menschen. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei seiner Familie.

(Foto: Getty Images)

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